Freunde und Förderer Volkstheater Rostock e.V.

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Aufstellung der Plastik "Theaterspiel"
(siehe auch: Bildergalerie)

Entwurf des neuen Eingangsbereiches

......und Ausführung

Entwurf des Raucherfoyers

Entwurf der neugestalteten Fassade

Entwurf der Neugestaltung des Foyers


Neugestaltete Außenfassade beim Eingang Patriotischer Weg


Übergabe der Baumaßnahme Eingangsbereich Patriotischer Weg

Realisierte Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur besucherfreundlichen Gestaltung des Großen Hauses

Durch Sach- und Geldleistungen der Mitglieder des Fördervereins sowie von Rostocker Unternehmen, Vereinen und Bürgern kann der Förderverein kontinuierlich Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur besucherfreundlichen Gestaltung des Großen Hauses des Volkstheaters Rostock durchführen. Fertiggestellt sind Eingangsbereich und Fassade Doberaner Straße/Windmühlenstraße sowie die Foyers des Großen Hauses.

Architekt Hans Mürkens, Mitglied des Vorstandes, beschreibt, wie das Projekt initiiert wurde:

Im Sommer letzten Jahres (2002 Anm.d.Red.) wurde ich vom Verein Freunde und Förderer Volkstheater Rostock e.V. gebeten, bei baulichen und gestalterischen Fragen innerhalb des Projektes „besucherfreundliche Gestaltung der Foyers des Großen Hauses“ des Volkstheaters Hilfestellung zu leisten.

Gern bin ich der Bitte nachgekommen. Ich habe mich bemüht, mit meinen Kollegen im Büro FS 11 in der Friedrichstrasse neben der üblichen Tagesroutine Zeit zu finden.

Die Aufgabe war bald klar. Sie bestand darin, mit den Vertretern der Freunde und Förderer und dem z.T. neuen Team des Volkstheaters Ideen zur Verbesserung der Räumlichkeiten zu entwickeln. Die bauliche Situation am VTR war bekannt. Die meisten Leute gehen wie gewohnt und ohne besondere Hinweise durch die gewaltige Anlage zwischen Doberaner Straße und Patriotischem Weg und haben sich an den Anblick und den Zustand der verschiedenen Bauteile gewöhnt und fragen nicht mehr, wie die Bauten entstanden sind und wie sie zusammenhängen. Das Gebäude ist eigentlich versteckt innerhalb eines typischen KTV Quartiers und ist eben kein architektonischer Solitär, der, wie manchmal in anderen Städten, außen von vier Seiten bestaunt werden kann. Das ist allerdings kein Mangel und das Theater funktioniert genau so. Man taucht meist abends in das Gebäude ein, wird zum Zuschauerraum mit dem Blick auf die Bühne geführt und erlebt auf diese Weise die bauliche Anlage von innen, ob Solitär oder nicht. Die baulichen Anlagen bestehen hier z. T. seit der Gründerzeit des vorigen Jahrhunderts und den hinzugefügten Bauteilen mit dem Eingang und Probenturm aus den Jahren 1974 – 76, zu denen auch der aufwendig erdachte Vorplatz zur Doberaner Strasse gehört, der heute leider nicht mehr mit Leben gefüllt werden kann, wie die Architekten aus den 70´ern es sich vorgestellt haben. Diese Bauteile definieren aber die vorherrschende Materialsprache, die auch typisch für diese Zeit war und sich von außen in das Gebäude hineinzieht. Wesentlich sind der gelb bunte Ziegel, der nun vor allem das Theater zu erkennen gibt, und die Glasfassade des Eingangspavillons.

Wir wurden gebeten, uns Gedanken zu machen, welche sinnvollen Akzente gesetzt werden könnten, um auch nach außen den Besuchern mit dem Beginn der neuen Spielzeit ab September 2002 zu zeigen, dass wir etwas tun können, dass das Theater lebt, die Arbeitsplätze werden gewürdigt und verschönert und es lohnt sich, die neue Spielzeit in veränderter Atmosphäre zu genießen. Uns war immer klar, dass Besucher nicht wegen einer neuen Gestaltung kommen, sondern wegen der Dramatik und wegen des Spaßes, den die neue Spielzeit unter der neuen Theaterführung vermitteln wird.

Da durfte aber der Fußboden des Eingangs nicht so bleiben, der Treppenlauf hinunter zu den Garderoben musste aufgewertet werden, und die beiden Sitzgruppen sahen einigermaßen unüberlegt und gedankenlos aus, so wie zufällig übergeblieben. Der Ausstattungsleiter des Volkstheaters Mike Hahne wollte, dass an dem Platz, wo bis dahin noch der „Teppich an der Wand“ hing, Informationen über das Leben im Theater vermittelt werden, eine Lichtwand musste her, diese Stelle sollte der wichtigste Treffpunkt im Theater sein, an dem „Sitzen, Reden, Stehen, Treffen und Hindurchgehen, um gesehen zu werden“ gleichzeitig möglich sein sollten. Darüber hinaus hatte die sogenannte Raucherecke eigentlich nie den richtigen Charme gehabt, die sie haben muss, um nicht als grässlich empfunden zu werden. Manche Dinge sind eben so offensichtlich, die man tun kann, um mit wenig Aufwand eine neue Stimmung in das Gebäude hineinzubringen. Gundula Gerant wurde als freie Mitarbeiterin unseres Büros vom Förderverein angesprochen, die o. g. Abschnitte so in ihrem bekannten Zeichenstil darzustellen, dass Sponsoren für das Vorhaben zu begeistern waren, aber auch um danach arbeiten zu können. Wir brauchten auch die kreative Eigenleistung der Theatermitarbeiter selber. Die simpelste und eindrucksvollste Veränderung war m.E. das Austauschen der alten Leuchten ohne Änderung der Kabelanlage. Genau das war dann auch unser Ansatz, eben nicht das ganze Haus sanieren oder verändern zu wollen, sondern das Machbare preiswert umzusetzen. Deshalb ist auch nach langen zähen Überlegungen die Ziegelwand im Treppenaufgang geblieben, wie sie ist. Die Hilfestellung von Sponsoren bestand zum Teil aus Geldspenden, aber auch aus sachlichen Leistungen. Die angesprochenen Firmen kamen zum Teil aus der Zusammenarbeit in den letzten Jahren mit unserem Büro, die wir als begeisterungsfähige Leute mit Sachverstand und eigenen Ideen kannten.

Fa. Knutzen machte den Anfang, ohne einen vernünftigen Teppich hätten wir das Ganze auch lassen können. Herr Scherbarth zeigte Herrn Dr. Rupprecht und mir einiges, die Wahl fiel natürlich auf den roten Teppich mit schwarzen Punkten, den wir einfach in unserer romantischen Laune bei Knutzen zu finden gehofft hatten.
Fa. Jabusch bekam von uns Zeichnungen für das Geländer, das wir als ganz leichte, aber (durch die Breite der Stützen) stabile Konstruktion für passend erachteten. Leider war für den in den Zeichnungen bronzenen Handlauf das Geld nicht da. Im Foyer war nur der Wunsch von Herrn Hahne festzuhalten, in welcher Größe die Lichtwand gebaut werden sollte. Die Konstruktion übernahm die Firma Luminos dann schon selbst, allerdings mussten wir sicherstellen, dass die Beziehungen zu Wandecken und den Polsteroberkanten auch stimmten und dass alle Beteiligten sich über Anschlusswerte und Schaltungsmöglichkeiten im Klaren waren. Leider konnten wir für die „gewünschten Kronleuchter“ nur Konstruktionszeichnungen fertigen, aber nicht die notwendigen Gelder aufbringen. Im Nachhinein finde ich den Raum optimal ausgeleuchtet und wunderbar, auch wenn er die von Mike Hahne beabsichtigte und auf Gundula Gerants Skizze wiedergegebene Vorstellung nicht ganz erreicht. Den größten Arbeitsaufwand hatte vielleicht die Firma DEWOBA, die „nur“ Selbstverständlichkeiten übernahm wie den Anstrich der seit Jahren unbehandelten Decken und Wände in allen öffentlichen Räumen, Fluren und Gängen und so u.a. dem Raucherfoyer aber wieder eine besondere Note gab, nachdem Frau Gerant und Herr Kunzel (Dewoba) endlich den richtigen Farbton mit der „Zwei Farben Spachteltechnik“ gewählt hatten.

Wir hoffen, da wir das geschafft haben, mit einem ähnlichen Aufwand jetzt die EG Fassade im Patriotischen Weg vor dem Verfall zu retten und dem Haus zumindest in dem Bereich seine Würde wiederzugeben, mit hellem Putz, neuen Leuchten, violetten Fensterrahmen und weissen Fensterflügeln und einem kleinen Eingang, der vermittelt, dass man an dieser Stelle tatsächlich ein Theater betritt. Der Eingang an der Doberaner Strasse ist ja eigentlich in Ordnung , man hat sich nur seit Jahrzehnten nicht um Instandsetzung gekümmert. Es fehlt ein neuer Anstrich an Wand und Fenster und die Unterdecke im Eingangsbereich ist eben auch 28 Jahre alt und hat gelitten. Wir wollen sie nicht verändern, die Architektur ist gut so, wie sie ist, sie muss nur gepflegt werden, wie man jedes Haus pflegen muss, und wird damit wieder aufgewertet. Den Vorplatz mit Leben zu füllen wäre eine große Anstrengung, aber zumindest wollen wir dafür Sorge tragen, dass man hier nicht stolpert, in Brunnen fällt und dass man den Pflanzen ansieht, dass auch sie gepflegt werden.

Wir erachten das als einen sinnvollen Beitrag, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter einen einigermaßen ansehnlichen Arbeitsplatz haben und dass das Gebäude etwas von der prickelnden Spannung vermittelt, die drinnen auf der Bühne stattfindet.

Hans Mürkens, Architekturbüro FS 11 Mürkens & Partner

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Aufstellung der Metallplastik „Theaterspiel“ auf dem Theatervorplatz (14.09.2004)

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